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Tageszeitung

Freischreiber, die pragmatische neue Journalisten-Lobby

In Berlin hat sich eine Interessensvertretung für freie Journalisten gegründet: Freischreiber. Schon vor dem Start hatten sich 900 Interessenten auf der Website registriert. "Die Journalistengewerkschaften sind bereits nervös", schreibt Olaf Sundermeyer in der taz.

Als Gewerkschaft sehen sich die Freischreiber aber nicht. Wohin die Reise gehen wird, ist auch noch nicht ganz klar. Nur so viel: PR-treibende Mitglieder will man nicht. Schon jetzt sind die Freischreiber "gut vernetzt", und ihre Protagonisten repräsentieren eine Journalisten-Generation, die - trotz guter Ausbildung bei der Henri-Nannen-Schule und anderswo - nicht mehr automatisch in einen guten festen Job gerutscht ist.

So schreibt etwa Mitinitiator Kai Schächtele Magazingeschichten und arbeitet "gelegentlich" auf Honorarbasis als Textchef der Vanity Fair. Er sagt über die neue Freischreiber-Lobby: "Wenn mehr von uns mit einer professionellen Haltung auf die Redakteure zugehen, wird das irgendwann dazu führen, dass sich die Redakteurshaltung ändert."
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