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Süddeutsche Zeitung, The Guardian

Internet statt Pay-TV - Englands Kicker verkauften sich rekordträchtig

Die Schweizer Sportrechteagentur Kentaro zeigte das sportlich bedeutungslose WM-Qualifikationsspiel Ukraine gegen England mangels attraktiver Offerten der Fernsehsender nur im Internet. Das Resultat: mit fast 500.000 Zuschauern ein Rekordergebnis für ein Pay-per-View-Internet-Programm in Europa, wenn auch nur ein Viertel der laut Guardian über das britische Sky erwartbaren Publikumszahl.

250.000 Zuschauer kauften den Zugang zum Lifestream für knapp zwölf bzw. fünf (für Frühbucher) britische Pfund direkt beim Anbieter. Außerdem zeigten ein Buchmacher und eine Kinokette das Match ihren Kunden. Mit der Eigenvermarktung dürfte die Schweizer Firma jene drei Millionen Pfund erwirtschaftet haben, die sie vergeblich von den TV-Sendern gefordert hatte, schreibt die Süddeutsche, die Kentaro-Geschäftsführer Philipp Grothe frohlocken lässt: "Wir erleben gerade die Demokratisierung des Marktes. Der Endverbraucher legt den Wert des Produktes fest, nicht der Anbieter."

Nun ja, den Preis hat zwar keiner der Zuschauer selbst bestimmt, und dass die BBC Zweitrechte für Highlight-Berichterstattung erworben hatte, blieb bis Spielende geheim. Aber so rechnet er sich wirklich einmal, der viel beschworene Paid Content.
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