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Journalist, auch 2010 ein lebensgefährlicher Beruf

Im Jahr 2010 sind weniger Journalisten bei ihrer Arbeit zu Tode gekommen als 2009. Dennoch sieht die Menschenrechts-Organisation Reporter ohne Grenzen keinen Grund zur Entwarnung. Denn im Vorjahr hatte ein Massaker auf den Philippinen, bei dem im November 2009 32 Journalisten ermordet wurden, die Todes-Zahl zusätzlich in die Höhe getrieben.

Insgesamt ist die Zahl der registrierten Übergriffe auf Journalisten und Angriffe auf die Pressefreiheit auf einen konstanten Niveau geblieben. In Europa und der ehemaligen GUS-Region habe sie sich im Unterschied zu anderen Weltregionen sogar deutlich erhöht. Auch die Journalisten-Entführungen stiegen weltweit an.

57 Journalisten errmordet
Reporter ohne Grenzen zählte 2010 58 Todesfälle (57 Journalisten und ein Medienmitarbeiter), das waren 19 weniger als im Vorjahr. Weitere Horrorzahlen: 51 Journalisten wurden entführt, 535 festgenommen, 1.374 erlitten Gewalt oder wurden bedroht. 504 Medien wurden zensiert. 62 Staaten übten Internetzensur aus.

Als "gefährlichste Länder für Journalisten stuft die Organisation in diesem Jahr Pakistan (11 Todesfälle), Mexiko (7), Irak (7) und die Philippinen (4) ein. In Honduras sind sieben sieben Morde an Journalisten - und damit auch der Zusammenhang der Todesfälle mit ihrer Arbeit - noch nicht aufgeklärt. Auffällig ist auch der Anstieg an Gewalt gegen Journalisten in Aserbaidschan, der Ukraine und Belarus.

Der Iran ist das Land mit den meisten Journalisten hinter Gittern (37), darunter auch zwei Mitarbeiter der Bild am Sonntag, die seit 80 inhaftiert sind.
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