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Tagesspiegel

Netzwerker Hachmeister eröffnet seinen Berliner Thinktank

Gerade erst hat Lutz Hachmeister im Fall Springer/ProSiebenSat.1 wieder in einem Interview die Unausgegorenheit deutscher Medienpolitik kritisiert, da naht auch schon Rettung in seiner Person: Schließlich hat der ehemalige Tagesspiegel-Journalist und Grimme-Chef, der noch auf vielen anderen Hochzeiten tanzt, das private Institut für Medien- und Kommunikationspolitik gegründet, eine Art Thinktank, der am 14. Februar in Berlin offiziell eröffnet wird.

Seiner ehemaligen Zeitung kündigte Hachmeister nun an, als erstes alle Medienpolitiker Deutschlands zu einem Erfahrungsaustausch einladen: "Das gab es noch nie." Eine im März beginnende Reihe monatlicher Kolloquien will er - siehe Springer-TV - mit dem Thema Reform der deutschen Medienaufsicht eröffnen. Zudem arbeiten im Institut bereits jetzt zehn Mitarbeiter an einigen zeitlosen Forschungsthemen.

Hachmeister werde nachgesagt, ein guter Netzwerker zu sein, schreibt der Tagesspiegel. So sitzen im Kuratorium seines Institutes "unter anderem die Chefs vom ZDF, RTL, UFA, Teamworx, Premiere, vom Spiegel-Verlag und von der Verlagsgruppe Holtzbrinck". Zusammen mit einigen Bundesministerien bringen sie auch das Jahresbudget von 850.000 Euro auf, das Hachmeister nicht durch das Verfassen von Gutachten aufbessern möchte: "Damit würden wir unsere Unabhängigkeit verlieren."
Zuletzt bearbeitet 26.01.2006 14:11 Uhr
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