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"Neues Deutschland" nimmt Honorarkürzung zurück

Seit Februar bekommen freie Journalisten beim an Geldmangel und Leserverlusten leidenden Neuen Deutschland (noch) weniger Zeilenhonorar: 35 statt 39 Cent. Das sind immerhin rund zehn Prozent Einbuße. Die Freien protestierten. Eine Flugblattaktion vor dem Verlagshaus, bei der Kuchen für die Festangestellten verteilt wurde (Motto: "Wir wollen unser Stück vom Kuchen!"), zeitigte schließlich Wirkung: Geschäftsführer Olaf Koppe versprach - auch im eigenen Blatt -, "voraussichtlich im Oktober" wieder "mindestens die alten Zeilenhonorare" einzuführen.

Fazit: Auch sozialistische Tageszeitungen sparen beim schwächsten Glied, den Freien. Aber sie sind wenigstens noch bereit, Oldschool-Gewerkschafts-Aktionen ernst zu nehmen.
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