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dapd hat zwei Chefredakteure und nicht mehr viel Zeit

Die insolvente Nachrichtenagentur dapd hat neue Chefredakteure. Nach dem kompletten Abgang des bereits als Geschäftsführer "verbrannten" und zuletzt noch als Berater verpflichteten Cord Dreyer tritt nun mit Online-Chefin Melanie Ahlemeier, die von sueddeutsche.de kam, und Dirk von Borstel, schon beim Vorgänger ddp Leiter des Bilderdienstes, eine Doppelspitze an.

Eine Onlinerin neben einem Fotografen - das klingt durchaus zukunftsträchtig. Doch die Zukunft der von Finanzinvestoren zuerst hochgejubelten und dann tief fallengelassenen Nachrichtenagentur liegt in den Händen des Insolvenzverwalters Wolf von der Fecht. Der schrieb in einer Mail an die Belegschaft (zitiert nach Meedia.de):
"Mit diesen beiden Persönlichkeiten werden unsere Bemühungen um den besonderen Text und das besondere Bild, sowie das Engagement und die Erfahrung unserer Mannschaft in der täglichen redaktionellen Arbeit authentisch repräsentiert.”
Laut Sanierungsplan bleiben dem Düsseldorfer Rechtsanwalt allerdings nur noch vier Wochen, um einen Geldgeber für dapd zu finden.
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