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Netzpresse-Screenshot
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Journalistisch interessanter ist jedoch, wie die Website die Stärke des Mutterblattes umsetzt, Geschichten vom Foto her zu erzählen."stern.de setzt viel mehr auf bildstarken Fotojournalismus. Wir berichten emotionaler und richten uns viel stärker nach dem, was die User interessiert", versprach Thomsen in einem Meedia-Interview. Hört sich ehrgeizig an, birgt aber Fallstricke bei der Umsetzung, wie Thomsens Geleitartikel ungewollt zeigte. "Einen Überblick, was alles neu ist bei stern.de, finden Sie hier", heißt es dort. In Klammern folgt dann ein Hinweis an Redaktion/Layout ("'Hier' verlinken auf die Fotostrecke"), der sicher nicht online gehen sollte, aber bis jetzt online steht.
Der Stern braucht aber mehr blattmacherischen Überblick als die anderen Newsmaschinen, wenn er wirklich als Netz-Illustrierte reüssieren und mit seinem großen Aufmacher-Bild nicht im Sumpf der Symbolfotos untergehen will. Den emotionaleren, größeren Einstieg kann der über die gesamte Seitenbreite reichende Titel jedenfalls bieten, wie unsere Stichprobe zeigt: ein Vergleich der Aufmacher zum abgesagten Formel-1-Comeback von Michael Schumacher, in dem der Focus fehlt, weil er - anders als die anderen - mit Wechsel-Bildern arbeitet. (Hinweis: Screenshots sind auf ca. 70 Prozent skaliert.)
Schumacher-Aufmacher im Vergleich